Vorstellung Wacom Intuos Draw S

Das Wacom Intous Draw S

Manchmal ist es so, dass man sich lange zuvor über die Eigenschaften eines Produktes
informiert, liest und dennoch die Qualität erst dann beurteilen kann, wenn man es in der Hand hat.
Genau so ist es bei dem Digitalisierungstablett Wacom Intuos Draw S.

Als Laie und Gelegenheitsmaler kenne ich das Arbeiten mit dem „klassischen“ Papier und
Farbstiften und habe bisher soweit möglich mit der Maus gearbeitet. Allerdings ist das Zeichnen mit
der Maus nahezu unmöglich und das Vorzeichnen auf Papier, einscannen und nachziehen nicht akzeptabel.

Wacom ist im Bereich der Digitalisierungstabletts der Platzhirsch in der Branche.
Ich finde erstaunlich, dass diese Technologie relativ wenig kopiert wird, laut Amazon gibt es auch wenige
alternative Hersteller, die Bewertungen der Alternativprodukte scheinen mir aber sehr gemischt.

Da ich mal wieder zeichnen möchte und mich die Digital Art interessiert, habe ich mir
das Wacom Intuos Draw bestellt. Hier mein Erfahrungsbericht der ersten Stunden Benutzung.

Die Intuos Reihe – Welches Wacom soll es sein?

Wacom bietet bei den displaylosen Digitalisierungstabletts zwei Klassen, die professionelle „Intuos Pro“ Reihe, sowie
die für den Hobby- bis semiprofessionellen Bereich ausgelegte „Intuos“ Reihe.

In der Intuos Reihe werden die Tablets „Draw“, „Art“, „Photo“ sowie „Comic“ angeboten.
Jedes der Tablets scheint sich an eine spezielle Zielgruppe zu richten und das Intuos Art ist in unterschiedlichen Größen verfügbar.
Sehr verwirrend ist es, die Unterschiede zwischen den Geräten herauszufinden, die Unterschiede werden nicht klar bei Wacom herausgestellt.
Eine Recherche im Internet hat herausgestellt, dass es folgende Unterschiede zwischen den Tablets gibt:

  • Die Multitouch-Fähigkeit (Das Draw ist nicht multitouchfähig, alle anderen schon)
  • Die Farbverfügbarkeit
  • Die Größe (Einige Tablets gibt es in dem größeren Format „M“)
  • Die mitgelieferte Grafiksoftware

Ich habe mich für das kleinste und günstigste Modell, dem „Intuos Draw S“ entschieden. Die Gründe waren:

  • Wenig Erfahrung / ich konnte nicht einschätzen ob sich ein größeres Modell wirklich lohnt
  • Die Tatsache dass ich entsprechende freie Software nutzen möchte (GIMP und Krita)
  • Der Preis

Auspacken und erster Eindruck

Das Wacom Intuos Draw S kommt ordentlich eingepackt in einem Pappkarton. Der Inhalt besteht aus mehreren
Schachteln, die wiederum die Teile beinhalten. Mitgeliefert wird:

  • Das Tablet
  • Ein Eingabestift
  • Ein USB-Kabel
  • 3 Ersatzspitzen
  • Eine Treiber-CD
  • Eine Bedienungsanleitung

Das Tablet macht einen sehr wertigen Eindruck. Es verfügt über eine aktive Fläche von 152 x 95 mm sowie vier Schnelleingabetasten.
Der Eingabestift ist batterielos (gut!) und besitzt zwei Taster. Im Gegensatz zu dem Tablet, wirkt der Stift leider – wie ich finde – etwas billig
und ist auch sehr leicht. Gut finde ich wiederum, dass der Stift bei Nichtgebrauch in eine Schlaufe gesteckt werden kann.
Das USB-Kabel fällt mit 1,5m recht kurz aus und ist für meinen Zweck gerade noch lang genug. Wer allerdings einen großen Schreibtisch hat, für den
könnte das Kabel gegebenenfalls zu kurz werden.
Das Intuos Draw kommt ohne Wireless-Kit, dieses kann für 39,90€ dazu gekauft werden, ich habe allerdings darauf verzichtet. Auf der Rückseite
des Tablets befindet sich hinter einer Klappe Platz für das Wireless-Kit, und die Ersatzspitzen. Insgesamt
macht das Tablet auch hier einen durchdachten Eindruck.

Installation und Software

Die Installation gelingt bei Windows 10 einfach über die mitgelieferte Treiber-CD. Die Konfiguration des Tablets über die Systemsteuerung
ist sehr einfach.

Mit dem Tablet ist die Grafiksoftware ArtRage Light mitgeliefert. Leider gibt es kein Installationsmedium zur Software, sondern nur einen Produktkey,
den ich trotz Hinweisschild auf der Verpackung nicht sofort gefunden habe. Um Art Rage Light herunterladen zu können, muss man zusätzlich noch einen
Account bei Wacom anlegen und das Tablett registrieren. Das finde ich schade, ich hätte mir eine Installations-CD gewünscht.
ArtRage Lite ist ein recht einfach gehaltenes Zeichenprogramm, dass zwar nicht die Mächtigkeit von GIMP und Co. beherrscht, aber speziell auf die Simulation
von „klassischen“ Zeichenmedien optimiert zu sein scheint.
Da ich GIMP und Krita einsetzen möchte, ist Art Rage für mich nicht relevant.

Hands On

Nach dem Auspacken habe ich das Intuos Draw S nun seit ca. 10 Stunden im Gebrauch.
Das Wacom macht bei der Benutzung einen guten Eindruck, die Bedienung ist problemlos, die Druckerkennung über den Stift ist
präzise. Auch nach 10 Stunden intensiver Nutzung zeigen sich keine Kratzer auf der Oberfläche. Lediglich gegen das Licht gehalten,
kann man leichte Spuren auf stark frequentierten Bereichen erkennen.

Etwas unglücklich finde ich die Taster auf dem Stift, wiederholt ist mir passiert, dass ich versehentlich auf die Tasten gekommen bin.
Die aktive Fläche von 152 x 95 mm ist für meine Zwecke ausreichend, ich bin noch nicht aus dem Bildbereich herausgekommen
und habe das Gefühl, viel Platz auf dem Tablett zu haben.

Fazit

Zusammenfassend bin ich mit dem Wacom Intuos Draw S zufrieden. An ein paar Stellen könnte man sicherlich noch verbessern
(Haptik und Taster auf dem Stift), aber insgesamt macht das Tablet einen guten Eindruck.

Weiterführende Links

  1. Wacom Produktübersicht
  2. Wacom Intuos Draw S bei Amazon
  3. ArtRage Lite

 

 

 

 

Trainingsplan Logo

Projektvorstellung Trainingsplan

Projektvorstellung Trainingsplan

Ich stelle in diesem Beitrag die Trainingssoftware „Trainingsplan“ für Windows vor.

  • Projektlaufzeit: 2000 – 2008
  • Plattform: Microsoft Windows (95, 98, 2000, XP)
  • Technische Basis: C – Windows 32 API
Screenshot Trainingsplan 3.12
Screenshot Trainingsplan 3.12

Projektstart und Motivation

Im Jahr 2000 suchte ich eine Möglichkeit, meine Trainingstagebücher für mein Hobby Radsport zu führen. Der Radsport war zu dieser Zeit deutlich weniger technisiert, ich besaß nur einen Sigma Sport BC-1100 Radcomputer, das damalige Topmodell.

Trainingstagebuch wurde auf Papier fortgeschrieben. Die Papiertagebücher genügten mir nicht und auch Experimente mit Excel-Versionen waren nicht zufriedenstellend.
Es sollte möglich – wie ich fand – möglich sein, die Trainingseinheiten einzutragen und nach unterschiedlichen Kriterien  auszuwerten. Weiterhin hatte ich zu der Zeit meinen ersten offiziellen Programmierkurs in C und wollte dieses Wissen vertiefen.

Mein Fokus war ganz klar Radsport und Laufen. Weiterhin gab es eine „alternative Sportart“ für z.B. Schwimmen.

Eingabemaske Trainingsplan
Die Eingabemaske von Trainingsplan

To the Top

Während die ersten Versionen einen Fokus auf die Trainingstagebuchfunktionen hatten, kamen nach und nach Zusatzfunktionen
wie Standardstrecken oder eine grafische Trainingsplanung mit grafischen SOLL/IST-Abgleich hinzu.

Maske zur grafischen Trainingsplanung
Maske zur grafischen Trainingsplanung

Trainingsplan ging natürlich auch ins Internet. Es wurde zuerst in Shareware- und später in Freeware-Lizenz verbreitet und erfreute sich
großer Beliebtheit bei gleichgesinnten Sportlern. Besonders stolz war ich auf das Programm, als sich jemand die Mühe machte, einen Crack für Trainingsplan zu erstellen 😎 . Weiterhin erschien Trainingsplan wiederholt auf der c’t Software Kollektion.

Später hatte ich das Glück, dass ein engagierter Sportler und begeisteter Entwickler – Jörg Prohaska – das Projekt unterstützt hat.
Jörg hat das Programm sehr weitergebracht und viele coole Features entwickelt.

Projektende

Trainingsplan wurde bis in das Jahr 2008 weiterentwickelt und ist auch heute noch auf 32-Bit-Betriebssystemen lauffähig.
Es fanden keine Anpassungen an die neuesten Microsoft-Betriebssysteme mehr statt, ich denke die Zeit für Trainingsplan als
Windows-Programm war mit der Etablierung der Smartphones
auf dem Massenmarkt einfach vorbei.
Es befand sich eine Webversion „Trainingsplan 4.0“ in Planung, diese wurde aber nicht mehr umgesetzt.

Heute kann Trainingsplan immer noch unter Trainingsplan heruntergeladen werden.